Wie kann elternlosen Kindern wieder das Gefühl von Geborgenheit gegeben werden? Die Waisen leben meistens auf der Straße, sind unterernährt und haben keinerlei Aussicht auf Bildung oder Arbeit. Das Schicksal bewegte einen Amerikaner dazu, dies zu ändern.

Armut und Krankheit sind die häufigsten Gründe, dass unzählige Kinder in Uganda als Waisen aufwachsen müssen. Die Kinder befinden sich von Beginn an in einem Teufelskreis: Um nicht zu verhungern, müssen sie gefährliche Arbeiten vollrichten und können nicht in die Schule, um eine Ausbildung zu erhalten. Zahlreiche Menschen nützen diese Not aus, sexueller Missbrauch ist hier nicht selten.

Robert Fleming lebte und arbeitete 2005 in Uganda. Durch Zufall begegnete er einer schwangeren Frau, die auf der Straße lebte und begleitete sie. Die Mutter konnte ihr Kind jedoch aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht selbst großziehen. So nahm Fleming das Mädchen, Malayaka, mit zu sich. Kurz darauf traten Behörden mit weiteren notdürftigen Kindern an ihn heran. Das war der Beginn von Malayaka House.

Es ist eine großartige Umgebung, in der die Kinder hier aufwachsen. Wäre ich selbst noch ein Kind, dann wäre ich hier sehr glücklich.

Robert Fleming, Gründer des Malayaka House

Die Kinder des Malayaka House in Entebbe erhalten genau das, was ihnen so sehr fehlt: Eine sichere Unterkunft, medizinische Verpflegung und – Liebe. Die Kinder besuchen außerdem alle die lokale Schule. Jene, die erst als Teenager dazugestoßen sind, erhalten eine konkrete Berufsausbildung in verschiedensten Bereichen. Durch die gute Vernetzung des Malayaka House blüht so auch die lokale Wirtschaft auf.

Heute ist Malayaka sieben Jahre alt und das Haus mit 36 Kindern voll besetzt. Deswegen unterstützt Robert Fleming auch andere Waisenhäuser, um eine starke Gemeinschaft aufzubauen und mehr Leben zu retten. Durch Robert Flemings Initiative wird Kindern, die ihre ersten Lebensjahre sonst vielleicht nicht überlebt hätten, eine Zukunftsperspektive gegeben.

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