Wie kann den niedrigen Lebenserwartungen in Teilen dieser Welt entgegengewirkt werden?  Die hygienischen Umstände in Ländern wie Äthiopien oder Kambodscha sind oft so katastrophal, dass die allgemeine Lebenserwartung meist nur 45 Jahre beträgt, von der Kindersterblichkeit ganz zu schweigen. Ein Barkeeper aus North Carolina  konnte nicht länger zusehen. 

Weltweit haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Lebenswichtige Quellen wurden nur zu oft durch die Industrie verschmutzt. Alle zwanzig Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen einer wasserbedingten Krankheit, damit forderte verschmutztes Wasser bisher mehr Opfer, als jemals Menschen durch Waffen in Kriegen getötet wurden.

Während seiner Schicht in einer Bar in Raleigh, North Carolina, kam Doc Hendley die zündende Idee, wie er diese Situation verbessern könnte. Im Jahr 2004 begann er bei Weinverkostungen Geld für Projekte zu sammeln, die sich für die Trinkwasserversorgung einsetzen. Später reiste er selbst in den Sudan, um als Freiwilliger den Menschen in Darfur den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Meine einzige Berufserfahrung bestand darin, Wein auszuschenken. Also musste ich dadurch etwas verändern.

Doc Hendley, Gründer von Wine to Water

Wine to Water ist eine Non-Profit Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie Sanitäranlagen zu ermöglichen. Das notwendige Geld wurde zunächst durch den Verkauf von Wein gesammelt, worauf sich auch der Name bezieht. Heute verfügt die Organisation über ein großes Netzwerk, wodurch der Weinverkauf nur noch eine von vielen Einnahmequellen darstellt. 

Wine to Water hat bereits sauberes Wasser für über 25,000 Menschen in neun verschiedenen Ländern bereitgestellt. Die NGO baut jedoch nicht nur Brunnen oder verteilt Filter. Damit die Menschen in den betroffenen Gebieten nachhaltig versorgt sind, wird ihnen vermittelt, wie sie diese selbst anfertigen und somit hygienische Lebensbedingungen schaffen können. 

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