Wie können wir unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern? In der westlichen Welt brauchen wir 2,5-mal so viele Ressourcen wie der Rest der Welt. Eine ökumenische Initiative gibt konkrete Tipps und setzt ein Zeichen gegen die Ratlosigkeit in der Politik.

Wir Menschen im Norden leben nicht nur auf Kosten der Menschen im globalen Süden, sondern auch auf Kosten zukünftiger Generationen. Wir tragen wesentlich zur Klimaerwärmung, zu Raubbau und Hunger bei. Die Auswirkungen wie Ernteausfälle, Dürrekatastrophen und zerstörte Umwelt treffen allerdings stärker unsere südlichen Nachbarn. Es braucht ein Umdenken.

Michael Bubik war als Delegierter beim Weltkirchenratstreffen in Porto Alegre dabei. Dort wurden konkrete Handlungsansätze von Kirchen besprochen, um herauszufinden, was ein einzelner Mensch in den Kirchen zur Veränderung beitragen kann. Daraus entwickelte sich fairshare.at, eine ökumenische Initiative, hinter der die Diakonie Austria – Auslandshilfe sowie die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar stehen.

Entweder wir organisieren uns einen zweiten Planeten oder wir ändern unseren Lebensstil.

Michael Bubik, Initiator von fairshare.at

Fairshare zeigt Menschen im Norden, wie sie achtsamer leben können und hilft Menschen im Süden, sich gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Über vier Stufen zeigt die Initiative Interessierten, wie sie den eigenen Fußabdruck reduzieren können: Newsletter und Infos, konkrete Tipps zum Ressourcen einsparen, den eigenen Fußabdruck ausrechnen und Ausgleichszahlungen leisten oder die Fairshare-Idee selbst verbreiten.

Und die Zukunft? Besondere Bedeutung hat, wie schon im vergangen Jahr, auch im Mai wieder die Aktion „einfach leben!“: 31 Tage lang können InteressentInnen täglich einen Tipp für einen nachhaltigeren Lebensstil per Email beziehen. Da Fairshare.at ressourcenmäßig sehr gering ausgestattet ist, werden zurzeit viele UnterstützerInnen und AktivistInnen gesucht. Jeder gespendete Euro unterstützt nachhaltige Projekte auf den Philippinen und in Mexiko.