Wie können wir Energie durch intelligentere Nutzung einsparen? Es reicht nicht, fossile Energiequellen durch Erneuerbare zu ersetzen. Wir müssen auch unseren Verbrauch reduzieren. Wie man das auf kluge Weise macht, zeigt ein Unternehmen aus Sulz im Wienerwald.

Es könnte viel Energie eingespart werden, indem einige Haushaltsgeräte, wie Waschmaschinen, Geschirrspülern, Wärmepumpen oder Wäschetrockner, dann in Betrieb genommen werden, wenn der Strom aus der lokalen Photovoltaik-Anlage bereitgestellt wird. Das sind aber oft nicht die Momente, an denen wir zu Hause sind oder Zeit haben.

Dietmar Millinger und Werner Weihs-Sedivy sind Techniker und begeisterte Welt-Verbesserer. Als Techniker wissen sie, jede Technik ist nur so gut, als ihr Einsatz. Die ineffiziente Nutzung von vorhandener Technik, machte sie unruhig und stärkte ihren Verbesserungsdrang. Das führte zur Gründung von Twingz.

Technischer Fortschritt allein bringt uns nicht weiter. Entscheidend für positiven Nutzen ist nachhaltiger und umweltgerechter Einsatz neuer Technologien.

Werner Weihs-Sedivy, Gründer und CEO von twingz

Die Twingz-Technologie gibt es als Gerät, das Überblick über die im Haushalt vorhandenen Stromerzeuger und -verbraucher gibt und diese untereinander koordiniert. Die Technologie eignet sich besonders für die Kombinationen von Photovoltaik und Solarthermie-Anlagen mit typischen Stromverbrauchern im Haushalt. Im Jahr kann man damit bis zu 400 Euro Strom- und bis zu 1.000 Euro Heizkosten sparen.

Und die Zukunft? Erst kürzlich hat Twingz den ersten großen Kunden und einen Energieversorger für Tests gewonnen. Daneben sucht Twingz momentan Partner in den vier Bereichen: nachhaltiges Energiemanagement, neue Mobilitätsformen, Erzeuger von Haushalts- und Kleingeräten und Finanzierung.