Wie können Menschen in abgeschiedenen, afrikanischen Regionen Zugang auf Energie erhalten? Eine Infrastruktur über große Distanzen aufzubauen ist teuer und daher oft nicht möglich. Ein Sozialunternehmen aus Tansania geht einen innovativen Weg.

Die Stromversorgung in Tansania ist derart schlecht ausgebaut, dass 80 Prozent der 40 Millionen Einwohner bis zu 3 Stunden reisen müssen, um Zugang zu einem Stromnetz zu erhalten. Trotzdem haben 60 Prozent der Bevölkerung ein Mobiltelefon. Besonders für Menschen am Land ist dieses oft das einzige Kommunikationsmittel.

Ein Team von vier Design-Studenten des „California College of the Arts“ begann vor zwei Jahren ihre Forschung, inwieweit Solarenergie zur Lösung dieses Problems beitragen könnte. Gemeinsam mit Studenten einer Universität in Dar es Salaam (größte Stadt Tansanias) entwickelten sie eine Idee, gründeten ein Sozialunternehmen und bauten den ersten Prototypen des Juabar.

Immer mehr OstafrikanerInnen verwenden digitale Geräte um die Chancen des 21. Jahrhunderts zu nutzen. Wir helfen ihnen dabei mit dezentraler, erneuerbarer Energie.

Olivia Nava, CEO von Juabar

Juabar bedeutet „Sonnenland“ und ist eine mobile Ladestation, ähnlich einem Kiosk, an dem man Handys aufladen kann. Hochwertige Solarpaneele produzieren die benötigte Energie. Mit dieser simplen Lösung bringt Juabar Stromversorgung in Regionen, die an kein Stromnetz angeschlossen sind und erleichtert dadurch die Verbindung zur Außenwelt und ermöglichen den Zugang zu Wissen und Geschäftsmöglichkeiten.

Juabar startete als dezentrale Ladestation für Handys. Geplant ist aber, neben dem Stromangebot in Zukunft auch Simkarten, Wifi und zusätzliche Dienstleistungen anzubieten. Der Wunsch nach mobiler Kommunikation dient als Katalysator für erneuerbare Energien und führt so zu mehr Umweltschutz und Unabhängigkeit im ländlichen Raum.

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