Ist es es möglich, dass jeder Mensch auf der Welt ohne Know-how seine elektronischen Geräte selbst reparieren kann? Unsere Wegwerfgesellschaft schafft unendliche Müllberge, unter anderem weil die Reparatur von Geräten oft unbezahlbar ist. Ein Sozialunternehmen aus Kalifornien möchte das ändern.

Geplante Obsoleszenz und immer kürzere Produktzyklen drängen uns förmlich zum unablässigen Kaufen von neuen Produkten. Andererseits werden Reparaturen immer aufwendiger und kosten oft mehr als ein neues Gerät. Dadurch fällt viel unnötiger Müll an, wertvolle Ressourcen, die uns langsam ausgehen, werden massiv verschwendet.

Luke Soules und Kyle Wiens studierten an der California Polytechnic State University,  in San Luis Obispo Ingenieurwesen. Sie waren genervt von den Unzulänglichkeiten von Produkten, die bald nach dem Kauf defekt sind. Daher begannen sie, die Geräte zu zerlegen, die Fehler zu finden und alles wieder zusammenzusetzen. Oft waren sie erfolgreich. Nachdem sie einige Erfahrung gesammelt hatten, begannen die beiden, ihr Wissen zur Verfügung zu stellen und gründeten iFixit.

Ich gehe sogar soweit, zu sagen: ‚Wenn du es nicht reparieren kannst, kauf es nicht!‘

Kyle Wiens, Co-Gründer und CEO von iFixit

iFixit ist eine globale Gemeinschaft Gleichgesinnter, die das Wissen zum Reparieren von Werkzeugen und allen möglichen Geräten bereitstellt und sich dabei gegenseitig hilft. Auf einer Online-Plattform sammelt iFixit Tipps zum Auffinden von Ersatzteilen und Anleitungen in Form von Artikeln, Fotoserien und Videos. Auf diese Art sind auch Laien in der Lage, kompliziertere Gerätschaften wieder funktionstüchtig zu machen.

Egal, ob Autos, Kameras, Computer, Mobiltelefone, Fahrräder, Werkzeuge oder Küchengeräte. Auf iFixit findet sich für fast alles ein Leitfaden. Mit ihrem Ansatz verbindet die Plattform Menschen und schafft neue Gemeinschaften, hilft beim Überwinden des permanenten Kaufzwanges und bildet eine gute Lebensschule für interessierte Schüler und Studenten, die die meisten Anleitungen erstellen.

*editor‘s pick