Wie können SchülerInnen in Nepal bessere Voraussetzungen zum Lernen bekommen? Bildung ist DER Schlüssel zur Armutsüberwindung  und zu einer modernen, demokratischen Gesellschaft. Eine NGO schafft die Basis dafür.

Millionen von nepalesischen SchülerInnen werden in baufälligen, zum Teil halb verfallen Schulen und Räumen unterrichtet. Viele haben keine Schulbänke oder geeignete Unterrichtsmaterialien.Vor allem Mädchen werden oft gar nicht in die Schule geschickt, weil sie zum Haushaltsbudget beitragen müssen.

1998 erlitt der ehemalige Manager John Wood ein Burnout. Beim anschließenden Trekking im Himalaya lernte er einen nepalesischen Lehrer namens Dinesh Shrestha kennen, der ihm die katastrophalen Zustände in den Schulen Nepals vor Augen führte. Tief bestürzt beschloss er, der Unternehmenswelt für immer den Rücken zu kehren. Zu zweit gründeten sie die Organisation Rooms to Read.

Wenn jedes Kind auf dieser Erde eine fundierte Schulbildung erhielte, würden 171 Millionen Menschen der Armut entfliehen.

John Wood, Co-Gründer von Rooms to Read

Rooms to Read baut Bibliotheken und Schulen. Ursprünglich nur in Nepal, inzwischen aber auch in Vietnam, Kambodscha, Indien, Laos, Sri Lanka, Südafrika, Sambia und Bangladesch. Außerdem übersetzt und publiziert die NGO Kinder- und Schulbücher in die lokalen Sprachen. Dadurch bekommen auch SchülerInnen, die keine weitverbreitete Sprache sprechen, Bücher in der Sprache, in der sie sich am sichersten fühlen. 

Bis heute hat Rooms to Read insgesamt 1.627 Schulen und 15.082 Bibliotheken erbaut. 12,8 Millionen Bücher wurden an acht Millionen Kinder verteilt. Bis 2015 möchte die NGO zehn Millionen erreicht haben, um Alphabetisierung und Emanzipation bei der Ausbildung weiter voranzutreiben. Denn der Wandel der Welt beginnt mit der Bildung der Kinder.

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