Wie eliminieren wir alle Atomwaffen auf dieser Erde? Die Sicherheit des 21. Jahrhunderts kann nicht auf dem Weltbild des Kalten Krieges – der Androhung von Massenvernichtungswaffen – aufgebaut werden. Eine Organisation hat sich eine riesige Herausforderung gesucht.

Weltweit gibt es 17.000 Atomsprengköpfe. Über Zwanzig Jahre nach dem Ende des kalten Krieges existiert immer noch ein riesiges Arsenal an potentieller Weltzerstörung, das 1 Trillion Dollar pro Dekade an Wartung und Instandhaltung kostet. Zusätzlich zu den neun Ländern, die Atomwaffen besitzen, verfügen weitere 57 Nationen über Kernmaterial und die Möglihkeit zur Herstellung von Atomwaffen.

Bruce Blair, ein Experte für Nuklearwaffen und Matt Brown, Staatssekretär in Rhode Island beschlossen 2006, eine globale Bewegung zur Eliminierung aller Nuklearwaffen zu gründen. Die beiden schafften es, über 100 politische, gesellschaftliche und militärische Persönlichkeiten für ihre Initiative zu gewinnen. 2008 erblickte schließlich Global Zero in Paris das Licht der Welt.

Die einzige Möglichkeit, die Gefahr eines Atomkrieges zu bannen, ist, alle Atomwaffen zu vernichten.

Bruce Blair, Co-Gründer von Global Zero

Global Zero will bis 2030 alle Atomwaffen von unserem Planeten verbannen. Dazu erstellte die Organisation einen Rahmenplan mit vier Phasen, der mit einer massiven Abrüstung der USA und Russlands, die gemeinsam über 90 Prozent der Atomwaffen weltweit verfügen, beginnt. Neben der höheren Sicherheit für das Leben auf unserer Erde, würde die USA mit dieser Maßnahme ungefähr 120 Milliarden Dollar in den kommenden 15 Jahren einsparen.

Allein der Ansatz, sich zu verteidigen, indem man alles Leben auf dem Planeten zerstört, ist weit weg von jeglicher Vernunft. So schließen sich mehr und mehr Persönlichkeiten und Berühmtheiten der Initiative an. Global Zero darf unter anderem Robert de Niro, Naomi Watts, Matt Damon, Michael Douglas, Morgan Freeman und Christoph Waltz zu seinen Unterstützern zählen. Damit wir unsere Erde friedlicher und florierender verlassen, als wir sie vorgefunden haben.

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