Lernen junge Menschen wirklich so viel, wenn sie stundenlang zuhören müssen? Ein leidiges Thema, das von Schulen und Unis weitgehend ignoriert wird. Aber es gibt schon alternative Ansätze.

In der Schule lernen Kinder schreiben, lesen, rechnen. Und ein paar andere Dinge. Müssen ruhig sitzen. Nicht Schwätzen. Ordentlich ihre Aufgaben machen. Und das Ganze in nüchternen Räumlichkeiten. Für gute Noten ist das wichtig. Aber eigentlich sprühen sie vor Ideen, strotzen vor Kraft und ihr Denken kennt keine Grenzen. Sie haben 1000 Einfälle, wie sie die Welt verändern könnten und würden am liebsten sofort losstürmen.

In der Schule war Josef Kreitmayer nie gut. Er maturierte als Klassen-Schlechtester. Beim Soziologiestudium empfand er Lehrveranstaltungen meist als zu eng. Und auch bei seinen zahlreichen Aktivitäten innerhalb der Zivilgesellschaft konnte Josef selten selber schaffen: „Ich wurde immer nur gefüttert. Selber entwickeln war meistens nicht möglich.“ – Deswegen geht es bei den YES (Young Eco Startups) Wochenenden in erster Linie um die Umsetzung.

Du kommst mit einer Idee davon, was du Gutes tun möchtest und gehst mit einem Plan für die Umsetzung heim.

Josef Kreitmayer, Chief Executive Dreamer bei YES

Bei YES-Wochenenden können junge Menschen ihre Projekte oder Geschäftsideen, die die Welt verbessern, zur Umsetzung bringen: eingebettet im Spirit von Gleichaltrigen haben sie 90 Sekunden Zeit, ihre jeweilige Idee zu präsentieren, 1 Stunde, um sich ein Team zu suchen und zwei Tage, um daran zu arbeiten. Erfahrene Coaches und Mentoren helfen bei der Bodenhaftung. Damit hilft Josef mit seinem Team von GetActive den jungen Weltverbesserern einen klaren Fokus zu bekommen und ihre Ideen in eine strukturierte Form zu bringen.

Und die Zukunft? GetActive möchte YES-Wochenenden künftig nicht nur in Wien, sondern auch in den Bundesländern anbieten. Auf der Plattform respekt.net sucht er deshalb Sponsoren. Auch Mentoren und Coaches, die den jungen Weltverbesserern unter die Arme greifen können, sind willkommen. Damit in Österreich langsam so etwas wie eine Gründerkultur entsteht.