Wie kann eine der ärmsten Provinzen Chinas von biologischer Landwirtschaft und Fair Trade profitieren? Das Reich der Mitte ist ein Land der Gegensätze. Von massiver Umweltzerstörung bis zu vorbildlichen Lösungen gibt es alles. Ein Sozialunternehmen glänzt mit hohen sozialen und ökologischen Standards.

Yunnan ist die zweitärmste chinesische Provinz und bekannt für seinen Pu-Erh-Tee. Da es jedoch sehr viele Teebauern gibt, verdienen diese äußerst wenig. Bei anderen Produkten, wie beispielsweise Kaffee, wäre der Profit zwar höher, die Nachfrage an Kaffee in China steigt jedoch nur graduell.

Sahra, Alia und Safi Malik übersiedelten 2003 aus New York in den Kreis Shangri-La in der Provinz Yunnan, als ihr Vater Leiter des United Nations Development Program in China wurde. Vor vier Jahren sahen sie die ärmlichen Verhältnisse in denen viele der dortigen Einwohner lebten, verließen ihre Fixanstellungen und gründeten ein Sozialunternehmen namens Shangrila Farms.

Shangrila Farms sind gut für dich, besser für die Bauern und am besten für den Planeten.

Sahra Malik, Gründerin und CEO von Shangrila Farms

Shangrila Farms baut in der Provinz Yunnan in kleinen, lokalen Einheiten biologischen Fair-Trade-Kaffee an, röstet ihn selbst und verkauft ihn hauptsächlich an chinesische Abnehmer. Die Bauern erhalten Hilfe von brasilianischen Kaffee-Experten, um die biologische Kaffeeproduktion zu optimieren. Durch die eigene Röstung spart Shangrila vier der üblichen sieben Produktionsschritte und Zwischenhändler ein und kann dadurch den Bauern überdurchschnittliche hohe Löhne zahlen.

Vor zwei Jahren zeigte eine Trockenheit den Geschwistern die Schwächen des Kaffeeanbaus auf. Sie nahmen die Übel der Natur zum Anlass, sich unabhängiger vom Wetter zu machen, entwickelten ein Konzept für Bewässerungsanlagen und brauchen nun insgesamt weniger Wasser als vorher. Damit produzieren sie nun noch umweltfreundlicher und bieten den Bauern und deren Familien mehr Sicherheit. 

*editor‘s pick