Wie können Eltern ihre Kinder besser auf den schulischen und beruflichen Alltag vorbereiten? Es gibt viele Möglichkeiten, die Chancen unserer Jugend  zu erhöhen. Eine Initiative aus den USA zeigt Eltern, wie sie mit wenig Zeitaufwand eine große Wirkung erzielen können.

Die ersten drei Lebensjahre eines Kindes sind vor allem bei der sprachlichen und kognitiven Entwicklung von großer Bedeutung. 61 Prozent der Kinder aus einkommensschwachen Familien besitzen keine Kinderbücher. In manchen Gegenden kommen 300 Kinder auf  ein Buch. Im Alter von vier Jahren verfügen diese Kinder über einen bedeutend kleineren Wortschatz als Gleichaltrige aus wohlhabenderen Familien.

Bob Robbins wurde in Antrim County, Michigan geboren. Von klein auf war er davon fasziniert, den Stimmen seiner Eltern zu lauschen, auf deren Schoß zu sitzen, sich Geschichten vorlesen zu lassen, in phantastische Welten einzutauchen und später selber Bücher zu verschlingen. Weil er vom Lesen seit jeher so begeistert war und im Laufe seines Lebens lernte, welche Bedeutung Bücher für den Lernerfolg von Kindern haben, gründete er 2008 Read Aloud

Lies laut vor! 15 Minuten. Jedem Kind, jeden Tag, jeder Elternteil!

Bob Robbins, Gründer von Read Aloud

Read Aloud ist eine Non-Profit-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, dass jedem Kind ab der Geburt täglich fünfzehn Minuten von seinen Eltern vorgelesen wird. Auf diese Weise wird der Wortschatz erweitert, die Phantasie angeregt und die Bindung zwischen Kindern und Eltern gestärkt. Außerdem werden spätere Lernerfolge in der Schullaufbahn stark begünstigt.

Vor drei Jahren startete Read Aloud die Aktion „Big Box of Books“, bei der zwei Mal jährlich Lese-Parties für einkommensschwache Familien veranstaltet werden. Bei den Parties erhalten diese altersgerechte Bücher für ihre Kinder. 1800 Eltern haben davon bis heute profitiert: Denn nur wer die richtigen Wörter kennt, kann später seine Stimme erheben.

*editor‘s pick