Gibt es einen besseren Ort als einen Fluss, um Potentiale frei zu spülen? Man kann ins kalte Wasser springen oder auch andere mit ins Boot holen. Wasserwege können auf verschiedene Weise zu Lebensadern einer Region werden.

Vor fast genau einem Jahr begann eine kleine Quelle zu sprudeln: Johannes Pfister und seine beiden Mit-Initiatoren stellten sich die Frage, wie sie eine Reise der Donau entlang dazu nützen könnten, um mit anderen interkulturelle Netzwerke zu knüpfen und Ideen zum Blühen zu bringen. Aus der Frage reifte ein Projekt und mittlerweile sind bereits Menschen und Organisationen aus 13 Ländern involviert. Die Reise kann beginnen.

Donauwandel heißt das Projekt und es trifft zwei der Kernprobleme von vielen Menschen, Initiativen und Projekte, die unsere Welt verbessern möchten: zum einen sind sie zu selten untereinander vernetzt und erfinden dadurch mehrfach das Rad neu. Zum anderen erfährt die Zivilgesellschaft zu wenig darüber. Und um er-fahren im eigentlichen Sinn geht es bei Donauwandel.

Entschleunigt reisen, dabei voneinander lernen und nachhaltige Ideen und Projekte erschaffen - ich könnte mir keine bessere Weiterbildung für das nächste halbe Jahr vorstellen.

Helene Glatter-Götz, Leiterin RegioTeam Wien

Zu Fuß, per Fahrrad oder Kanu startet ab März die Donauwandel-Reise im Schwarzwald, dem Ursprung der Donau. Ziel ist es, innerhalb von sechs Monaten bis ans Schwarze Meer zu reisen und die schlummernden Schätze entlang der Donau zu heben. Bestehende Projekte und Initiativen sollen miteinander vernetzt und neue gegründet werden. Die Reise soll kein Ende haben, sondern vielmehr der Anfang von einer wachsenden Zusammenarbeit von Projekten des Wandels an der Donau sein.

Und die Zukunft? Gesucht werden – einerseits – noch Sponsoren, besonders um WandlerInnen aus den östlichen Ländern die Teilnahme zu erleichtern. Andererseits – Initiativen, Projekte und Menschen, die andocken und mitwirken möchten. Neben der Donau werden zwei Themengebiete die Richtung vorgeben: „Leben, arbeiten, lernen in der Zukunft“ und „Eco-Social-Entrepreneurship“. Na dann: Leinen los.