Was passiert, wenn die Schönheit eines Naturjuwels immer mehr Menschen anzieht? Es entsteht Tourismus mit Folgen. Oder auch nicht, wenn man mit Weitblick und Mut neue – sanfte – Wege einschlägt.

Es ist ein Dilemma. Um die Schönheit der Natur zu schützen ist es von großer Wichtigkeit, sie den Menschen auch zu zeigen. Wer selbst vom Zauber der Wildnis verzaubert wird, der hilft auch mit. Der spendet und setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen – wie Nationalparks – ein. Doch: Wenn dann zu viele die Schönheit erleben wollen, dann folgt automatisch die Gefahr einer gegenteiligen Entwicklung. Massentourismus und seine Folgen, gerade in bis zuvor unberührten Gegenden eine große Herausforderung.

Das gilt in Südamerika vor allem für Chile und ihren bekannten Nationalpark „Torres del Paine“. Ein mystischer Ort mit einzigartigen Bergformationen, dessen eindrucksvolle Bilder schnell die Welt erobert haben. Es war ein Glücksfall, dass es Natur verliebte Sportler waren, die sich dort sehr früh um ein Beherbergungsprojekt engagierten. Yerko Ivelic, Javier Lopez und Nani Astorga gründeten 1991 gemeinsam ihre Expeditionsfirma Cascada und hatten den Traum von einem umweltverträglichen „Hotel“, dass sich der Landschaft unterwirft, sich achtsam und ehrfürchtig in sie hinein schmiegt. Ein großer Traum mit vielen Hürden, doch 2001 sollte er in Erfüllung gehen.

Wir bieten faszinierende und naturverträgliche Erlebnisse. Unser Fokus dabei: Der ökologische Fußabdruck der Reisenden soll so klein wie möglich sein!

Ecocamp Team

Geworden ist es ein ökologischer und optischer Leckerbissen. Angelehnt an die Form von Iglus, entstand Schritt für Schritt das Ecocamp. Ihrer Zeit voraus – und das nicht nur für Chile – legte das Gründerteam hohe Ansprüche an die Nachhaltigkeit. Dazu entwickelten die GründerInnen den „GREEN ETHOS“ mit selbstauferlegten Richtlinien. Das Ziel: Maximale Energieautarkie und minimale Belastung der Natur.

Heute überzeugt das Ecocamp mit Einsatz von Photovoltaik, Abfallmanagement und einer zertifizierten CO2 Neutralität. Die Schönheit der Zeltstadt hat auch funktionale Vorteile: Geringer Materialeinsatz und gleichzeitig eine intensive Verbundenheit mit der Natur. Am Schluss bekam das Projekt sogar eine ISO14001 Zertifizierung. Leider bis heute die EINZIGE für ein Hotel in Chile. Doch das Licht des Ecocamp strahlt hell und man kann nur hoffen, dass es neuen Projekten als Inspiration und Vorbild dient.

PS: Plätze im Ecocamp sollten mindestens 1 Jahr im Voraus gebucht werden. Sie sind quasi immer ausgebucht. Nicht überraschend. 

*Editors Pick