Wie kann schwer traumatisierten Waisenkindern in Uganda geholfen werden? Viele davon haben schreckliche Dinge miterlebt und müssen um das tägliche Überleben kämpfen. Zwei Missionare aus den USA widmeten ihr Leben diesen Kindern.

Nach UNICEF-Schätzungen leben ungefähr 47,5 Millionen Waisenkinder in Subsahara-Afrika. Ein Viertel davon hat ihre Eltern durch AIDS verloren. Davon besonders betroffen ist der Norden Ugandas, in dem ungefähr zweiMillionen Waisen leben. Dort verloren die Kinder nicht nur durch die Kriegshandlungen ihre Eltern, sondern auch, weil viele ihren Eltern entrissen und brutal zum Leben als Kindersoldaten gezwungen wurden. 

Gary und Marilyn Skinner kamen 1982 als Missionare nach Uganda. Zuerst lebten sie am Land, später zogen sie in die Hauptstadt Kampala, um eine kleine Gemeinde zu gründen. Eines Tages lernte das Ehepaar Skinner eine Witwe in einem kleinen Dorf kennen. Als sie die beiden durch ihren Garten führte, zeigte sie ihnen auch die Gräber ihres Mannes und ihrer 7 Kinder. Alle waren an Aids gestorben. Das war der Auslöser für die Skinners, Watoto zu gründen.

Ein Waisenhaus kann nie das bieten, was eine Familie geben kann. Deswegen sind wir bemüht, unsere Waisenkinder so schnell wie möglich wieder in eine familiäre Umgebung zu integrieren.

Gary und Marilyn Skinner, Gründer von Watoto

Watoto ist ein ganzheitliches Programm für Waisen und Mütter, deren Leben durch AIDS und Krieg zerstört wurde. Watoto zieht die nächste Generation der BürgerInnen Ugandas auf, vermittelt ihnen praktische und schulische Fähigkeiten und bringt ihnen Integrität in ihrem Handeln bei. Daneben baut die Organisation Häuser für Waisen-Familien, führt medizinische Behandlungen durch, bietet Traumabewältigungen an und hilft dadurch den jungen Menschen, wieder Hoffnung zu schöpfen. 

Der Watoto Kinderchor ist der sichtbarste Teil der Watoto Kinderbetreunng. Er tourt seit 1994 durch viele Länder dieser Welt. Die energiegeladenen Aufführungen bestehen aus einer Mischung aus zeitgenössischen Gospel und traditionellen afrikanischen Rythmen. Auf diese dynamische Art machen die Kinder auf die 15 Millionen Waisen in Afrika aufmerksam, die durch AIDS ihre Eltern verloren haben. 

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