Wie kann man den 2,4 Millionen Waisenkindern Ugandas am besten helfen? Das Land ist zerrüttet von Epidemien, Armut und  endlosen Bürgerkriegen. Eine christliche NGO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lage in den ländlichen Gebieten zu verändern.

Viele Kinder aus den Dörfern Ugandas flüchteten während der Kriegszüge Joseph Konys in die Hauptstadt Kampala, wo sie zum Großteil als Sklaven und Prostituierte endeten. Von den Übriggebliebenen gehen nur wenige zur Schule. Oftmals beträgt der Schulweg sechs Kilometer pro Richtung. An Schultagen bekommen die Kinder nichts zu essen, auch zu Hause sind die Mahlzeiten knapp. Das nächste Krankenhaus ist oft über 50 Kilometer entfernt und leidet unter chronischem Medikamente- und Personalmangel. 

Catherine Gimbo wuchs in einem christlichen Umfeld auf. 2008 kam sie an den Punkt, an dem sie sich fragte, was sie selbst für ihre Mitmenschen tun kann – vor allem, für jene, denen es am notwendigsten fehlte. Täglich sah sie Waisenkinder, die ihre Eltern an den HIV-Virus verloren hatten oder alleine in den Straßen umherwanderten. Ihr Wunsch, etwas zu verändern, mündete in der Gründung der Masajja Children Support Foundation in Uganda.

Was nun bewiesen ist, war einst nur Vorstellung.

William Blake, englischer Dichter

Die Masajja Children Support Foundation kümmert sich in erster Linie um Waisenkinder, erfüllt deren Basisbedürfnisse, wie regelmäßige Mahlzeiten und eine Unterkunft und sucht in den Städten nach geflüchteten Kindern, um sie wieder mit ihren Eltern zusammenzuführen. Daneben versorgt die Organisation auch Mütter und Kinder, die mit dem HIV-Virus leben, mit Medikamenten und medizinischen Behandlungen, bildet die Dorfbewohner in Abfallentsorgung und Hygiene aus und steht Frauen bei häuslicher Gewalt zur Seite. 

Die NGO ist gerade im fortgeschrittenen Finanzierungsstadium einer Volksschule, einer Hauptschule, einer technischen Bildungseinrichtung und eines Krankenhauses im Dorf Igel. Außerdem plant die Masajja Children Support Foundation eine Informationskampagne,  die bereits auf regionaler Ebene gestartet wurde, landesweit durchzuführen, um ein größeres Bewusstsein zu Prävention und Umgang mit HIV/AIDS zu schaffen. 

*editor‘s pick