Wie können in Asien Lösungen für dringende soziale Fragen wie Armut, Altenpflege oder Inklusion gefunden werden? Von staatlicher Seite kommen wenige neue Konzepte, die Stimmen aus der Zivilgesellschaft sind noch sehr leise. Eine Initiative aus Hong Kong will durch Innovation das soziale Engagement auch in Asien vorantreiben.

Im Zuge der Globalisierung überqueren auch in Asien immer mehr Menschen die Landesgrenzen. Gesellschaften werden diverser, die neuen MigrantInnen sind zunehmend mit Vorurteilen und Diskriminierung in ihrer neuen Heimat konfrontiert. Ein Grund dafür ist mitunter die bestehende Armut auf dem Kontinent. Die Einkommensschere weitet sich immer mehr, oft fehlt es am Nötigsten. Das betrifft vor allem auch die älteren Bevölkerungsschichten, die nicht zuletzt von sozialer Isolation geplagt sind. Die nationalen Gesundheitssysteme können sie bereits jetzt kaum ausreichend unterstützen.

All diese Problemfelder werden seitens der Regierungen nicht ausreichend behandelt. Sollen sie auch nicht. Das war einer der Gründungsgedanken des Asia Social Innovation Award, der von Social Ventures Hong Kong initiiert und 2008 das erste Mal vergeben wurde. Die Bevölkerung auf dem asiatischen Kontinent soll ein stärkeres soziales Bewusstsein entwickeln und die Dinge selbst in die Hand nehmen. Denn gesellschaftlichen Fragen betreffen jede und jeden und es kann nicht immer auf Lösungen aus der Politik gewartet werden.

Die sozialen Probleme in den Städten Asiens werden immer ernster und ähnlicher. Daher geht es uns alle an, Lösungen für diese Probleme zu finden.

Leitidee des Asia Social Innovation Awards

Der Award ruft alle kreativen Köpfe des Kontinents dazu auf, zu einer von drei gesellschaftlichen Kernfragen – soziale Inklusion, Armut und Altenpflege – konkrete Lösungsansätze zu finden. Die Projektvorschläge können entweder in schriftlicher Form oder per Video eingereicht werden. Die vorgelegten Ideen werden anhand der Kriterien Originalität, Nachhaltigkeit und tatsächliche Durchführbarkeit bewertet und je nach Kategorie jeweils für Hong Kong und Restasien vergeben.

Die Projekte sollen jedoch nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis die Gesellschaft nachhaltig verändern. Daher wurden zahlreiche Gewinnerideen bereits realisiert oder sind derzeit in Planung. Auf diese Weise sehen potentielle BewerberInnen, dass ihren Ideen tatsächlich einen Stein für ihre Karriere legen können. Das fördert zusätzlich die Motivation.

*editor’s pick