„Was soll ich denn heute bloß zu Mittag essen?“ Diese Frage plagt viele Menschen, besonders wenn sie in Büros arbeiten, nahezu täglich. Ein Wiener Familienbetrieb hat eine einfache Lösung gefunden.

Häufig hasten wir zum nächsten Supermarkt, um noch ein Weckerl zu ergattern, wärmen uns in der Mikrowelle schnell etwas auf oder richten selber ein paar Brote. Besonders gesund sind diese Snacks meist nicht. Wir wissen auch nicht über die Inhaltsstoffe Bescheid, noch woher die Zutaten kommen. Ebenso wenig wissen wir, welches Gemüse gerade Saison hat.

Doris Schönkypl ist Teilhaberin an einem Familienbetrieb. Sie ist praktisch und vielseitig veranlagt und energisch, wenn´s drauf ankommt. Gesundes Essen ist ihr wichtig. Auch in der Arbeit. Ihr Unternehmergeist und der Wunsch nach hochwertigen Gerichten ließ sie erfinderisch werden. Eine Brachfläche hinter ihrem Bürogebäude brachte sie dann auf die entscheidende Idee.

Der Gemüsegarten bietet unserer Firma einerseits gesunde Mittagessen, andererseits lerne ich durch ihn langsam wieder, was unsere Großmütter noch wussten.

Doris Schönkypl, Kundenbetreuung, Teilhaberin Kalser GmbH & Co KG

Nach einer Rodungsaktion vor ca. einem Jahr wurde die „Gstettn“ in zwei größere Beete umgewandelt. Nun kommt das Mittagessen für die MitarbeiterInnen häufig direkt aus dem Garten. Richtig kombinierte Pflanzen halten gegenseitig die Schädlinge fern. Damit hat Doris Schönkypl einen einfachen Zugang zu Bio-Gemüse geschaffen und die Firma ein wenig unabhängiger von Supermärkten gemacht.

Und die Zukunft? Natürlich hat nicht jedes Unternehmen eine brach liegende Fläche nebenan. Aber es gibt weit mehr kleine Grünflecken, ungenutzte Beete oder vielleicht verkleinerbare Parkplätze, als angenommen. Doris Schönkypl hofft, dass sich auch andere Unternehmen ein Beispiel nehmen. Wir müssen nicht immer gleich die ganze Welt retten. Die vielen, kleinen Verbesserungen in unserer Umgebung bewirken oft viel mehr.