Haben Gemeinden, die an Überalterung, hohen Schulden oder Strategielosigkeit leiden, eine Zukunft? Ohne neue Impulse von außen und allein auf sich gestellt wahrscheinlich nicht. Eine neue Initiative wirkt als Frischzellenkur.

Viele ländliche Gemeinden kämpfen mit leeren Kassen, mit Leerständen in den gewachsenen Ortszentren und mit Abwanderung der jüngeren Generationen. Auch die Kooperation mit anderen Gemeinden ist nicht besonders ausgeprägt, besonders wenn die Kommunen nicht innerhalb derselben Region liegen. Viele Orte bräuchten dringend neue Strategien für die Zukunft und eine stimmige Kommunikation ihrer Besonderheiten.

Roland Gruber, Kulturmanager und Architekt, und Christof Isopp, Architekt und Mediator, kommen beide vom Land. Beide haben in der Stadt studiert. Sie wissen wie es ist, zwischen den beruflichen Möglichkeiten in der Stadt und Verbundenheit zum Land hin und her gerissen zu sein. Um die Vorteile beider Welten zu kombinieren, starteten sie das Projekt Zukunftsorte.

 

Ziel der Zukunftsorte ist es, Gemeinden zu Innovationen und Entwicklungen zu ermutigen, die nicht den klassischen kommunalen Trends entsprechen.

Roland Gruber und Christof Isopp, Projektinitiatoren von Zukunftsorte

Zukunftsorte ist eine Plattform, die Gemeinden mit urbanem Kreativpotential zusammenbringt, sie zu Kooperationen untereinander anregt und zu Innovationen ermutigt. Schwerpunkte sind die Themen: Energie, Umwelt, Tourismus, Wirtschaft und Bildung. Dadurch stärkt „Zukunftsorte“ den ländlichen Raum und dient als Kooperationsdrehscheibe und Wissenspool für kommunale Zukunftsgestaltung.

Und die Zukunft? Mit der vom AWS zugesprochenen impulse-LEAD-Förderung soll die Plattform in den kommenden drei Jahren von derzeit neun auf zwanzig Gemeinden heranwachsen. Diese dienen dann als Musterbeispiele für weitere Gemeinden, die ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen wollen. Damit sich ein neuer Unternehmergeist als selbstverständlicher Bestandteil des Gemeindelebens etabliert.