Wie stärkt man das Selbstwertgefühl von Jugendlichen, deren Umfeld von Schwierigkeiten und Perspektivenlosigkeit geprägt ist? Nicht mit guten Worten alleine. Ein mexikanischer Unternehmer hat ein besonderes Programm ins Leben gerufen.

Viele Kinder finden nur schwer die Motivation für die Schule zu lernen. Oft fehlt ihnen der Zusammenhang zwischen Lernstoff und Anwendungsmöglichkeiten im Leben. Besonders Kinder aus armen Regionen und schwierigen Verhältnissen sehen wenig Nutzen für ihren schwierigen Alltag. Ihre berufliche Perspektivenlosigkeit lässt sie resignieren. Sackgasse.

Rafael Alvarez wuchs in Mexiko auf. Schon in der Schule begann er nebenbei zu arbeiten und sich weiterzubilden. Seine außergewöhnlich hohe Motivation und Lernbereitschaft ebnete ihm den Weg in große Unternehmen und auf gehobene Positionen. Dieses Glück seinen Weg zu gehen möchte er auch anderen Kindern ermöglichen. Er erkannte, dass vielen der Zugang zu spannenden Unternehmen fehlt, sie keine Phantasie haben, welchen beruflichen Weg sie einschlagen könnten. Um das zu ändern gründete er 2002  Genesys Works.

Wenn wir jungen Menschen zeigen können, dass sie wertvoll sind und gebraucht werden, ändern wir ihr Leben für immer!

Rafael Alvarez, Gründer von Genesys Works

Unterprivilegierte Jugendliche bekommen über Genesys Works im letzten Highschool-Jahr (entspricht unserem Maturajahr) die Chance, in großen Unternehmen zu arbeiten. Nach acht Wochen Einschulung werden sie in Hightech-Jobs in ein hochprofessionelles Berufsumfeld eingebunden. Dadurch lernen die Jugendlichen – meist zum ersten Mal in ihrem Leben, dass sie sich bewähren können und für etwas gut sind. Und: Es eröffnet sich eine Lebensperspektive. 

Bei den Jugendlichen stößt das Programm auf große Resonanz, neben den technischen Fähigkeiten lernen sie „Soft Skills“ wie Teamwork, Konfliktmanagement und Kommunikation. Die Schulen können ihren Schützlingen außergewöhnliche Perspektiven bieten. Und die Partner-Unternehmen sind am Ausbau der Kooperation mit Genesys Works interessiert, weil sie hochmotivierte MitarbeiterInnen bekommen und der Rekrutierungsaufwand sinkt. 

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