Wie viel wissen wir über unser Handy? In der Regel fast nichts: Wir wissen nicht woraus sie bestehen, woher die Bestandteile stammen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Ein Unternehmen legt die Karten auf den Tisch.

Jedes zweite Mobiltelefon kommt aus China. Moderne Lieferketten sind internationale Netze aus Herstellern, Lieferanten, Warenlagern und Groß- und Zwischenhändlern. Oft sind die Strukturen so komplex, dass nicht einmal die Hersteller selbst genau wissen, woher ihre Komponenten stammen. Geplante Obsoleszenz, Arbeitsrechtverletzungen, giftige Substanzen und mangelnde Recyclingfähigkeit stehen an der Tagesordnung.

Bas van Abel arbeitete jahrelang als Interaction Designer und hat also all das entwickelt, was Benutzer von Produkten sehen, hören und fühlen. Dadurch bekam er auch Einblicke in die Herstellungsprozesse und Abgründe von Smartphones. Mit sechs Mitstreitern gründete er das niederländische Startup FairPhone, um Konsumenten endlich eine Alternative zu den aktuellen Smartphones am Markt bieten zu können.

Das FairPhone ist mehr als nur ein anderes Handy. Es ist der Beginn einer neuen Entwicklung.

Bas van Abel, Co-Gründer von FairPhone

Als Sozialunternehmen entwickelt FairPhone ein Mobiltelefon, das die Lieferketten  transparent macht und unter möglichst hohen sozialen und ökologischen Standards produziert wird. Dadurch erfahren Konsumenten, woher die einzelnen Bauteile stammen, unter welchen Bedingungen sie gefertigt wurden und können einen ganzheitlichen Wandel in der Telekommunikationbranche mitgestalten

Der Leitfaden von FairPhone besteht aus den folgenden fünf Schritten: Schonender Ressourcenverbrauch, faire Arbeitsbedingungen, intelligentes Design, transparente Preisgestaltung, und Langlebigkeit des Produkts. Dazu gehört auch, dass das Unternehmen defekte Telefone zurücknimmt und ordnungsgemäß recycelt. Damit – nach den Zielen der Gründer – eine neue Wirtschaft entsteht:  eine Wirtschaft der Werte, des Sinns und des Teilens.

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