Müssen Medien eigentlich schockieren und verängstigen, um uns bei der Stange zu halten? Viele schwören auf dieses Dogma. Andere ignorieren das einfach mal und starten ein Magazin mit Schönheit und Tiefe. Und es wird trotzdem gelesen.

Eigentlich war es nicht geplant. Wie so oft. Es sollte eine einmalige Aktion sein. Ein gedrucktes Give-Away bei einem regionalen Projekt in Köln. Die Leute sollten was Schönes bekommen, etwas was sie mit nach Hause nehmen konnten, um sich dort in Ruhe mit der angestoßenen Wertediskussion auseinander zu setzten. Doch die fanden das einfach gut. Empfahlen das Magazin an Freunde weiter und schenkten es weiter. Plötzlich kamen aus ganz Deutschland Bestellungen für ein Magazin, das es nicht gab. Was soll man da tun?

Michael Schmidt liebte es ohnehin sich neue Dinge auszudenken. So entstand FROH! Inzwischen kümmert sich eine vierköpfige Redaktion um das junge Heft mit dem sympathischen Flair. Neben Querdenker Schmidt feilen Chefredakteur Sebastian Pranz, Art-Direktor Klaus Neuburg und Herausgeber Dirk Brall an den Ausgaben. Medienentwickler trifft auf Soziologe trifft auf grafischen Architekten trifft auf Schriftsteller. Das hat Auswirkungen. Gute. 

FROH! ist ein warmes Produkt in einer oft kalten Medienlandschaft und gibt den Leserinnen und Lesern Hoffnung.

Das FROH! Team

Das Team hat hohe Ansprüche. In ihren Augen ist ein Magazin mehr als nur eine Sammlung von Artikeln. Ihr Anspruch: Ihre LeserInnen sollen angeregt werden, fragend und gestaltend an das Leben heranzugehen – die eigene Wertehaltung überprüfen. Dabei versucht man die Welt nicht zynisch zu kritisieren und das Schwarze an die Wand zu malen. FROH! will vor allem das Positive in den Vordergrund stellen. Hoffnung geben anstatt Angst zu schüren. Kurzum: Das Magazin soll froh machen. 

Und die Zukunft? Man hofft genug Atem zu haben, um das halb ehrenamtliche Projekte weiter auf Kurs zu halten. Dazu sucht man natürlich vor allem neue LeserInnen und Menschen die helfen, das Magazin bekannt zu machen. Und: Vorschläge für DAS GUTE PROJEKT, das man pro Heft vorstellt. Die werden froh sein. Immerhin bekommen die dann 50 Cent pro verkaufte Ausgabe.