Können Tourismusinfos benutzerfreundlich sein und gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung in einem Land fördern? Das zu finden, was uns an einem Urlaubsziel interessiert, ist nicht immer leicht. Und der Eingriff der Besucherströme in die örtliche Natur und Kultur ist oft erheblich. Ein Projekt aus Uganda schafft Vorteile für Touristen und Einheimische.

Mehr und mehr Urlauber planen ihre Reisen online. Viele Tourismuseinrichtungen, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten und Tourenanbieter sind jedoch technisch nicht auf dem neuesten Stand. Das macht es mühsam, relevante Informationen zu finden. Die Reiseländer selber opfern nicht selten ihre Kostbarkeiten, erschließen die letzten unberührten Winkel, planieren Dörfer für Hotelpaläste und lassen die örtliche, vielfältige Wirtschaftsstruktur im Souvenirverkauf verkümmern. 

Die Tourismusvereinigung von Uganda Solimar, eine Unternehmensberatungsfirma, die auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert ist und eine amerikanische Stiftung taten sich vor zwei Jahren zusammen. Gemeinsam entwickelten sie ein Programm, das Reisenden einerseits wichtige und aktuelle Informationen über Uganda bietet und andererseits den Ökotourismus im Land ankurbelt: Pearls of Uganda.

Sowohl was Pracht, Vielfalt in Formen und Farben als auch den Überfluss an Lebensformen angeht – Uganda ist wahrhaftig die Perle Afrikas.

Winston Churchill, My African Journey 1908

Die Pearls of Uganda sind eine Sammlung von authentischen, kulturellen Sehenswürdigkeiten in Uganda. Das Projekt nutzt den Tourismus um Armut nachhaltig zu bekämpfen, lokale Arbeitsplätze zu schaffen, die Kultur und Wirtschaft der jeweiligen Region zu stärken und gleichzeitig Touristen – je nach deren Interessen – die Suche nach den spezifischen Besonderheiten des Landes so einfach wie möglich zu gestalten.

Uganda verfügt über eine unglaubliche Vielfalt in der Tierwelt, der Vegetation, an Landschaften und Kulturen. Auf einer Fläche von Großbritannien finden sich Regenwälder, Savannen, der Victoriasee und erloschene Vulkane. Da so Touristen dieser Schatz zugänglich gemacht und bewahrt wird, wurde Pearls of Uganda 2012 der TO DO! Socially Responsible Award verliehen.

*editor‘s pick