Wie viele Sklaven arbeiten für Sie? In den Zulieferketten von fast jedem Produkt, das wir kaufen, sind irgendwo Sklaven beschäftigt. In den Feldern, in den Minen, in den Fabriken finden wir sie. Eine Initiative will diese furchtbare Praxis endlich beenden.

Seit Anbeginn der Menschheit haben einige wenige viele andere ausgebeutet. Immer wieder gab es Aufstände und Bewegungen. Nichtsdestotrotz werden Menschen tagtäglich gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten. Immer noch werden Menschen ge- und verkauft. Noch nie zuvor in der Geschichte gab es weltweit mehr Sklaven, als heute.

Justin Dillon war eigentlich Musiker. Als er auf die Problematik der modernen Sklaverei stieß, begann er Benefizkonzerte zu veranstalten, um Spenden zu sammeln. Er drang immer tiefer in die Problematik ein und drehte schließlich sogar den Film Call + Response, der sich mit dem Thema kritisch auseinandersetzt. Schließlich bat das US-Außenministerium Justin Dillon, das Thema für die Bevölkerung verständlich aufzubereiten. Dies war die Geburtstunde von Slavery Footprint.

Der „Freie Markt“ sollte so heißen, weil freie Menschen darin arbeiten!

Justin Dillon, Erfinder von Slavery Footprint

Slavery Footprint ist eine Online-Plattform, auf der man sich anonym mit einigen Angaben über den persönlichen Wohnort, Essgewohnheiten, Kaufverhalten und Enerigieverbrauch ausrechnen kann, wieviele Sklaven weltweit für einen arbeiten. Dadurch will die Initiative ein allgmeines Bewusstsein schaffen und die Menschen so dazu anregen, ihre täglichen Entscheidungen und Handlungen zu überdenken.

Eine Möglichkeit, aktiv zu werden, ist Fragen zu stellen: Können wir uns etwa über die Produktionsbedingungen bei bekannten Marken, die hinter unseren Lieblings- und Alltagsprodukten stehen, erkundigen.? Auch prominente Persönlichkeiten wie Madeleine Albright, Daryl Hannah, Julia Ormond und Ashley Judd unterstützen die Initiative mittlerweile, um Sklavenarbeit endlich von unserer Welt zu verbannen.

*editor’s pick