Wie kann das intern vorhandene Wissen in großen Unternehmen besser genutzt werden? Viele „Töchter“, Geschäftsbereiche und Abteilungen erschwert die interne Kommunikation. Eine Beraterin zeigt Möglichkeiten auf, dies zu ändern. 

In den meisten Unternehmen und Konzernen ist intern viel Wissen vorhanden. Durch mangelnden Austausch liegt es aber oft brach. Das führt zu sich wiederholenden Fehlern, zu mehrfachem Erlernen desselben Wissens und zu kontraproduktiven Gruppenprozessen. Verlorene Zeit, die man besser investieren hätte können.

Eva Maria Sator ist Lebens-, Sozial- und Unternehmensberaterin. Sie berät und begleitet Menschen, Teams und Unternehmen in ihrer Entwicklung. Im Zuge einer Beratung eines großen Industrieunternehmens kam das Problem der mangelnden Kommunikation ans Licht. Gemeinsam mit einer Runde von Führungskräften entwickelte Eva Maria Sator die Idee, Cross Mentoring einzuführen.

Jüngere Mitarbeiter an den eigenen Erfolgen und Misserfolgen teilhaben zu lassen, schöpft nicht nur das vorhandene Potential besser aus, es ist auch persönlich erfüllend.

Eva Maria Sator, Unternehmensberaterin

Bei Cross Mentoring tauschen sich ältere erfahrenere Führungskräfte in regelmäßigen Abständen mit jüngeren Mitarbeitern aus. Nicht nur Wissen, auch Kontakte und Persönliches wird zwischen Generationen und Unternehmensbereichen geteilt. Das nutzt brachliegendes Wissen und motiviert Menschen, weil sie eingebunden sind und erzeugt somit eine Kultur des „eingeschweißten Teams“.

Und die Zukunft? Je größer ein Unternehmen und je komplexer unser Umfeld sind, desto wichtiger wird der formelle und informelle Austausch. Und gerade eine alternde Gesellschaft erfordert Mentoring. Abgesehen davon, dass es ein persönlicheres Arbeitsklima schafft, wäre es eine Verschwendung, all die Erfahrungen der älteren Generation ungenutzt liegen zu lassen.