Wie können Lebensmittel hygienisch und umweltfreundlich zugleich verpackt werden? Fast immer wird Kunststoff verwendet. Ein Unternehmen aus dem Waldviertel hat eine grüne Alternative gefunden.

In Österreich fallen jährlich mehr als eine Million Tonnen Kunststoffmüll an. Dieser kann nicht von der Natur abgebaut werden und wird daher entweder auf Deponien gelagert oder verbrannt. Da sich Kunststoff unter Umwelteinflüssen leicht zu kleinsten Partikeln zerreibt, gelangt er überall hin: in Böden, Flüsse und Meere und in die Nahrungskette von Tieren.

Johannes Gutmann stammt aus einem kleinen Dorf im Norden Österreichs. Nach der Matura ging er nach Wien, um dort Handelswissenschaften zu studieren. Zwei Wochen später wurde ihm jedoch klar, dass sein Platz im Waldviertel war. Er gründete schließlich 1988 die Firma Sonnentor und begann Kräuterspezialitäten der Waldviertler Bio-Bauern zu vermarkten.

Unsere Verpackungsfolien bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Die frisst sogar der Regenwurm!

Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor

Nach langer Suche, Forschen und Testen hat Sonnentor für seine Produkte ein Verpackungsmaterial gefunden, das den hohen Anforderungen hinsichtlich Aroma entspricht, große Temperaturschwankungen aushält und eine dauerhaft konstante Qualität aufweist: Cellulose. Dadurch vergeudet Sonnentor keine endlichen Ressourcen, vermeidet Müllberge und Konsumenten können die Verpackungen einfach am Kompost entsorgen. 

Das Unternehmen hat inzwischen schon 96 Prozent der verwendeten Verpackungsmaterialien auf wiederverwertbare Komponenten wie Papier, Karton, Glas, Metall und Cellulosefolien umgestellt. Damit ist auch im städtischen Bereich eine bestmögliche Entsorgung über die Biotonne gegeben.