Wie gehen wir mit dem Klimawandel um? All die täglichen Meldungen und Horrorszenarien verstellen oft den Blick auf die wesentlichen Dinge, auf die wir Einfluss haben. Zwei englische Dörfer machen vor, was jeder einzelne von uns tun könnte.

Nahezu jeden Tag werden wir über die Medien mit Berichten und neuen Forschungsergebnissen zum Klimawandel konfrontiert, die wir als Einzelner nicht beeinflussen können: steigende Temperaturen, steigender Meeresspiegel, steigende Energierechnungen, Extremereignisse, Dürren, Überschwemmungen. Kein Wunder, dass sich angesichts der Dimensionen Hilflosigkeit breitmacht.

Der National Trust ist eine britische Stiftung, die sich um den Erhalt von Baudenkmäler, Gärten, Wäldern, Küstenabschnitten, Inseln, Dörfer und anderen bedeutenden Kulturgütern kümmert. Gemeinsam mit dem Energieversorger npower, der dafür 600.000 Pfund zur Verfügung stellte, rief der Trust vor drei Jahren ein Projekt ins Leben: die Low Carbon Villages.

Die Gemeinschaft muss dir vertrauen und du musst Zeit für die Menschen haben. Das Projekt zwang uns, nachzudenken und Dinge zu tun, die wir vorher nicht getan haben.

Jo Trussler, Projektmanagerin Low Carbon Villages

In den zwei ausgewählten Dörfern Coleshill in Oxfordshire und Wallington in Northumberland betrieben Jo Trussler und Cecilia Robbins über drei Jahre Community-Engagement, um den Kohlenstoff-Fußabdruck der beiden Siedlungen auf ein Minimum zu reduzieren und so viele Bewohner wie möglich für das Projekt zu gewinnen.

Zu Beginn suchten sich Jo Trussler und Cecilia Robbins die Personen, die für das Vorhaben am zugänglichsten waren und bildeten sie zu Advokaten und Botschaftern der Idee aus. Daraufhin bot das Team der Bevölkerung praktische Tipps und Unterstützung zur Kohlenstoffreduktion an, etwa Anleitungen zur Müllvermeidung, zum Strom oder Wasser sparen, zum Kauf lokaler Lebensmittel, zu autofreien Tagen und zum Ersetzen von Öl- durch Pelletslheizungen.

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