Wie vermeiden amerikanische Studenten die Verschwendung von noch essbaren Lebensmitteln? In unserer Wohlstandswelt gehen wir leichtfertig mit unserem Essen um und werfen häufig weg, was noch gut ist. Eine studentische Initiative will damit aufräumen.

In den USA werden jährlich 35 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, die eigentlich noch essbar wären. Nur 3 Prozent davon werden kompostiert, der Rest wandert in Mülldeponien und Verbrennungsanlagen, wo sie Methangas emittieren. Die verschwendete Nahrung kostet die Amerikaner jährlich 165 Millionen Dollar.

Ben Simon studiert an der Universität von Maryland Politikwissenschaften und Non-Profit Management. Er schreibt in seiner Freizeit Songs, geht gerne schwimmen, spielt mit Vorliebe Volleyball und hasst es, wenn Leute Essen wegwerfen. Auf dem Campus war er täglich damit konfrontiert, weshalb er 2011 zusammen mit vier Freunden das Food Recovery Network gründete.

Das Notwendige existiert schon, es muss nur anders verteilt werden!

Ben Simon, Gründer vom Food Recovery Network

Das Food Recovery Network sammelt jeden Abend übriggebliebene Lebensmittel, die noch in Ordnung sind, von universitären Kantinen und Events ein und verteilt sie an Obdachlosenheime und Essensausgabe-Stellen in der näheren Umgebung. Das kostet jeden einzelnen Studenten weniger als eine Stunde Zeit pro Woche und hilft vielen Menschen, die sonst Hunger leiden müssen.

Zurzeit betreibt das Food Recovery Network Ortsgruppen an sieben Universitäten quer durch das Land verteilt. Seit ihrem Start hat die NGO 60 Tonnen Lebensmittel gesammelt, die ungefähr 96300 Mahlzeiten entsprechen. Damit kann man 88 Menschen ein Jahr lang, drei Mal pro Tag mit Essen versorgen. Für seine Leistungen wurde Ben Simon vom Fernsehsender ABC News zumTop 10 Social Entrepreneur des Jahres 2012 gekürt.

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