Wie können Menschen in den Wüstengebieten Kenias ihre Wasserversorgung sicherstellen? Wenn kein Grundwasser für Brunnen zur Verfügung steht und es selten regnet,  sind Engpässe vorprogrammiert. Nun wurde eine alte Methode aufgegriffen, um Wasser aufzufangen und zu speichern.

40 Prozent der Erdoberfläche sind Trockengebiete. Vier Fünftel der Ärmsten weltweit leben in diesen Gebieten. In vielen Wüstengegenden regnet es nur selten. Falls es eine jährliche Regenperiode gibt, dauert sie nur kurz, das meiste Wasser versickert schnell und ist für Menschen dadurch verloren. Durch die extreme Hitze tagsüber und das damit einhergehende Verdunsten sind Stau- oder Speicherseen keine Option. 

Simon Maddrell wuchs in West-London auf, nach seinem Studium begann er bei Xerox zu arbeiten. 1984 lernte er in Kenia den Farmer Joshua Mukusya kennen. Durch ihn wurde Simon Madrell auf die Methode der alten Sanddämme aufmerksam. Nach einer gemeinsamen Expedition zu diversen Wüstendörfern und vielen Versuchen gründeten die beiden mit vier anderen 2002 Excellent Develpoment.

Es klingt etwas eigenartig, aber wir sind total begeistert von Sanddämmen: einfach weil wir wissen, wie effektiv sie sind.

Simon Maddrell, Co-Gründer von Excellent Development

Excellent Development hilft Gemeinden und Dörfern in Subsahara-Afrika, Sanddämme zu planen, zu bauen und zu finanzieren. Ein Sanddamm ist ein mit Beton verstärkter Damm, der an saisonalen Flussbetten gebaut wird und der Wasser auffängt und speichert. Das Besondere daran ist, dass das Wasser nicht offen, wie bei einem Staudamm, sondern im Sand gesammelt wird, wodurch es vor Verschmutzungen und Verdunstung geschützt ist. 

Maddrells Organisation stellt das Knowhow zur Verfügung, gebaut werden die Dämme jedoch von den Menschen vor Ort. So ist das Wissen lokal vorhanden, wodurch die Betroffenen nicht von der NGO abhängig sind. Seit der Gründung hat Excellent Development mehr als 360 Dämme gebaut. Ein Damm kann bis zu 20 Millionen Liter Wasser speichern und dadurch ungefähr 1000 Menschen ein Jahr lang versorgen.

*editor‘s pick