Was lösen große Umweltkatastrophen in uns aus? Viele Menschen reagieren mit Resignation oder Empörung über die achtlos handelnden Verursacher. Eine Schweizer Genossenschaft macht vor, wie aus Betroffenheit Tatkraft entstehen kann.

Die momentane Energieversorgung stellt eine große Gefahr für die Menschheit dar. Die Verbrennung fossiler Stoffe heizt den Klimawandel an. Dieser hat unter anderem enorme Auswirkungen auf Ozeane, Wetter und Lebensmittelproduktion. Auch Uran birgt große Risiken, Katastrophen wie zuletzt in Japan erinnern uns daran. Die Zivilgesellschaft hätte zwar große Macht etwas zu verändern, ist aber oft unorganisiert.

Viele Menschen waren nach dem Super Gau in Fukushima am 11. März 2011 fassungslos. In einem kleinen Dorf südwestlich von Bern wandelte eine Gruppe Engagierter ihre Betroffenheit innerhalb von 48 Stunden nach dem Gau in Tatkraft um. Die Runde um Amadeus Wittwer entschied, dass etwas getan werden muss und gründete die Energiegenossenschaft Schweiz.

Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Motto von Amadeus Wittwer, Präsident der EG.ch

Die Energiegenossenschaft Schweiz bietet Energieberatung zu den Themen Dämmen, Förderungen, Energiesparen, Bauphysik; Bezug von grünem Strom über eine Energie-Allmende; Tipps zu einem nachhaltigen Lebensstil und Photovoltaik-Anlagen. Dadurch leistet die Genossenschaft aktiv einen Beitrag zur Energiewende und hilft mit, einen fruchtbaren Boden für eine solare Zukunft zu bereiten.

Und die Zukunft? Gesucht sind momentan weitere GenossenschafterInnen, die Anteile zeichnen und gegebenenfalls Solarstrom aus der Energie-Allmende beziehen wollen. Bis 2015 wollen die Beteiligten von derzeit circa 160 auf 2000 GenossenschafterInnen anwachsen. Gemeinsam lässt sich das Ruder leichter herumreißen.