Ist es möglich, auch im hohen Alter immer noch sozial vernetzt und physisch aktiv zu sein? Zahlreiche ältere Menschen in Pflegeheimen fühlen sich alleine gelassen, isoliert, vergessen. Ein Gemeinschaftsprojekt in Kalifornien soll das Gegenteil bewirken.

Die Vorstellung eines Tages in einem Pflegeheim untergebracht werden zu müssen, gilt für die meisten Menschen als Horrorszenario. Die Angst, vollkommen von der Welt abgeschottet zu sein – und somit alleine zu sein, ist groß. Pflegeheime werden mit  sozialer Isolierung und Anonymität verbunden.

Barry Barkan wuchs in einem Mehrgenerationen-Haushalt auf. Als Kind verbrachte er viel Zeit mit seiner Großmutter. Später musste er mit ansehen, wie diese in einem Pflegeheim untergebracht wurde und stark unter den dortigen Umständen litt. Das veranlasste Barry Barkan dazu, sein Leben der Altenpflege zu widmen und 1977 das erste Live Oak Projekt zu starten.

Mit der steigenden Nachfrage und den schwindenden Ressourcen liegt die Lösung in den Betroffenen selbst. „Die Alten“ werden zum Gegenmittel ihrer Situation.

Barry Barkan, Gründer von Live Oak

Live Oak versucht durch direkten Kontakt mit BewohnerInnen von Pflegeheimen eine ‚regenerative Kultur der Gemeinschaft‘ aufzubauen.  So wird dafür gesorgt, dass ältere Menschen der gefürchteten sozialen Isolation in Pflegeheimen entkommen. Das Projekt räumt damit mit den Vorurteilen gegenüber älteren Menschen auf und erweitert gleichzeitig ihre geistigen und physischen Möglichkeiten im Alter.

Barry Barkan will Pflegeheime zu Orten machen, an denen sich Menschen im Alter rundum wohlfühlen. Im Vergleich zu herkömmlichen Heimen eiHeimenist in den Live Oak-Gemeinschaften die Stimmung unter den BewohnerInnen wesentlich besser, der Bedarf an Medikamenten wesentlich geringer und das Personal wechselt weniger häufig.